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Die sechsjährige Malak aus dem Gazastreifen hat in der Kreuznacher Diakonie eine dringend notwendige Operation erhalten. Nach einer schweren Verletzung bei einem Panzerangriff konnte sie zunächst in einem Krankenhaus in Rafah notversorgt werden. Da ihr Zustand weiterhin kritisch blieb, war eine erneute Behandlung erforderlich. Mehrere deutsche Hilfsorganisationen setzten sich dafür ein, dass Malak nach Deutschland gebracht wurde. Sie ist das erste Kind, das in Bad Kreuznach operiert wurde, und das zweite, das diese medizinische Hilfe erhalten hat.
Malak erlitt durch den Angriff schwere Verletzungen im Bauchraum. Die Erstversorgung in Rafah sicherte ihr Überleben, konnte jedoch die langfristigen Folgen nicht vollständig behandeln. Aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen war eine weitere medizinische Versorgung unerlässlich.
In der Kreuznacher Diakonie wurde Malak von Viszeralchirurg Mohammed Ibrahim Froka und dem Plastischen Chirurgen Dr. André Borsche operiert. Die beiden Ärzte führten den komplizierten Eingriff vor wenigen Wochen durch. Dr. Borsche äußerte sich positiv zu Malaks Gesundheitszustand: „Im Moment geht es ihr sehr gut. Sie hat hier eine ganz liebe Gastfamilie in Bad Kreuznach gefunden und uns praktisch jeden Tag darauf freuen können, wie es ihr immer besser ging. Sie war erst sehr schüchtern, sehr zurückhaltend und zum Schluss ist sie wirklich rumgehüpft und wir haben wirklich die Daumen gedrückt, dass das alles weiter so schön heilt.“
Nach der erfolgreichen Behandlung verbrachte Malak einige Wochen in Bad Kreuznach. Mittlerweile ist sie mit ihrer Mutter in Agypten.
Geschrieben von: Paul Calmund
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