Regional

Ministerpräsident Alexander Schweitzer dankt den Sternsingern

today8. Januar 2026

Hintergrund
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Sternsinger bringen den Segen in die Staatskanzlei

Wie zu Beginn jedes Jahres haben Sternsinger auch 2026 die rheinland-pfälzische Staatskanzlei besucht. Kinder aus den Bistümern Speyer, Limburg, Trier und Mainz kamen nach Mainz. Außerdem war eine Gruppe aus der Pfarrei St. Peter/St. Emmeran dabei. Sie überbrachten den Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Ministerpräsident Alexander Schweitzer nahm den Segen entgegen. Und er bedankte sich für den Einsatz der Sternsinger.

Dank für Einsatz und Gemeinschaft

Schweitzer hob hervor, wie viele junge Menschen zugleich unterwegs sind. Und er machte deutlich, wie wichtig das gemeinsame Handeln ist. „Mit Eurer diesjährigen Sternsingeraktion leistet Ihr einen riesengroßen Beitrag für die Gestaltung einer gerechten Welt. Mir fällt keine andere Aktion ein, bei der so viele junge Menschen gleichzeitig unterwegs sind und sich gemeinsam für einen guten Zweck einsetzen“. Damit knüpfte er an die Idee an, dass Hilfe wirkt, wenn viele mitmachen. Und genau das zeigen die Sternsinger jedes Jahr.

Sternsinger gegen Kinderarbeit: „Schule statt Fabrik“

Die Aktion steht 2026 unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Die Sternsinger bitten darum, dass dieses Ziel nicht nur ein Wunsch bleibt. Sondern es soll Wirklichkeit für alle Kinder werden. Schweitzer verband das Motto mit klaren Worten. „Kinder gehören in die Schule, und nicht in die Fabrik. Uns ist wichtig, dass der Wohlstand in Deutschland nicht durch die Verletzung von Menschenrechten in anderen Regionen erkauft wird. Dazu gehören natürlich auch massive Verletzungen der Kinderrechte, zum Beispiel durch Kinderarbeit. Dort, wo wir können, nutzen wir als Land unsere Möglichkeiten und stellen Regeln auf, etwa bei öffentlichen Bauten, in denen nur Baumaterial eingesetzt wird, das ohne Kinderarbeit produziert wurde“.

Projekte in Bangladesch zeigen konkrete Hilfe
Zwei Projekte in Bangladesch stehen beispielhaft für die Unterstützung durch die Sternsinger. Die Caritas Bangladesch bildet Kinder und Jugendliche armer und benachteiligter indigener Bevölkerungsgruppen aus. Gleichzeitig spricht sie mit Eltern, damit Bildung als Recht verstanden wird. Zudem vermittelt sie, dass Schule bessere Chancen für die Zukunft eröffnet. Ein weiteres Projekt kommt von der Abdur Rashid Khan Thakur Foundation, kurz ARKTF. Sie befreit in der Region Jessore in Westbangladesch Kinder und Jugendliche aus gesundheitsschädlichen Arbeitsverhältnissen. Und sie unterstützt Einschulung, Wiedereinschulung oder Ausbildung.

Zum Abschluss überreichte Alexander Schweitzer eine Spende von 250 Euro zur Unterstützung der Aktion. Außerdem machte er den Kindern Mut, aktiv zu bleiben. „Ihr sammelt nicht nur für den guten Zweck, sondern Ihr tragt auch die Botschaft ins Land, dass alle dazu aufgerufen sind, ihren Beitrag für eine gerechtere Welt zu leisten“. So verbindet der Besuch in Mainz den Segen mit einem klaren Auftrag. Und die Sternsinger tragen ihn weiter in Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz.

Geschrieben von: Lena Winterfeld