Nahe Dran: Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Bad Kreuznach

Geschrieben von Thorsten Subat

Handys schlagen Alarm, Warnapps melden sich und rund 200 Sirenen heulen: Beim bundesweiten Warntag werden heute ab 11 Uhr auch im Landkreis Bad Kreuznach sämtliche verfügbaren Warnwege getestet.

Der Probealarm soll zeigen, ob die technischen Systeme und Meldeketten im Ernstfall funktionieren. Gleichzeitig können die Menschen die verschiedenen Warnmittel und Sirenensignale kennenlernen.

Warnung über möglichst viele Kanäle

Die Probewarnung wird bundesweit vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ausgelöst. Verbreitet wird sie unter anderem über Sirenen, Radio und Fernsehen, Warnapps und Cell Broadcast.

Auch Fahrgastinformationssysteme können die Meldung anzeigen. Der gleichzeitige Einsatz verschiedener Warnmittel soll möglichst viele Menschen erreichen.

Cell Broadcast funktioniert ohne Internet

Über Cell Broadcast wird die Warnung direkt an Mobiltelefone in einem bestimmten Gebiet geschickt. Eine Internetverbindung oder eine zuvor installierte App ist dafür nicht erforderlich. Das Handy muss allerdings mit einem Mobilfunkmast verbunden sein.

Zusätzlich empfiehlt der Brand- und Katastrophenschutz die Warnapps NINA und Katwarn. Diese sollten auch dann auf dem Smartphone installiert bleiben, wenn über längere Zeit keine Warnung eingeht.

Über die Apps können beispielsweise Informationen zu Unwettern oder Ereignissen an anderen ausgewählten Orten empfangen werden.

Diese Sirenensignale gibt es

Ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton bedeutet eine Warnung der Bevölkerung. In diesem Fall sollen die Menschen das Radio einschalten und weitere Informationen einholen.

Ein einminütiger gleichbleibender Dauerton steht für Entwarnung. Ein Heulton von einer Minute, der zweimal unterbrochen wird, dient dagegen zur Alarmierung der Feuerwehr.

Sollte während des Warntags tatsächlich ein Feuerwehreinsatz gemeldet werden, werden die Einsatzkräfte zunächst über ihre digitalen Meldeempfänger alarmiert. Das entsprechende Sirenensignal kann anschließend zusätzlich ausgelöst werden.

Sirenen flächendeckend aufgebaut

Der Landkreis Bad Kreuznach verfügt inzwischen über rund 200 digitale Sirenen. Nach Angaben des Brand- und Katastrophenschutzes ist das Netz flächendeckend aufgebaut und gehört zu den ersten vollständig errichteten Systemen dieser Art in Rheinland-Pfalz.

Bei den jüngsten Auswertungen des Bundesamts gaben mehr als 90 Prozent der Teilnehmenden an, bei einem Warntag über mindestens einen Warnkanal erreicht worden zu sein.

Nachbarn und Angehörige informieren

Der Katastrophenschutz bittet darum, auch Menschen im persönlichen Umfeld auf den Probealarm hinzuweisen. Nicht jeder verfügt über ein Smartphone oder erhält die Warnung über digitale Kanäle.

Nachbarn, ältere Angehörige oder andere Personen könnten deshalb kurz darüber informiert werden, dass es sich bei den heutigen Sirenensignalen um einen Test handelt.

Rückmeldungen helfen bei Verbesserungen

Nach dem Probealarm können Bürger unter warntag-umfrage.de angeben, über welche Warnmittel sie erreicht wurden und welche Systeme möglicherweise nicht funktioniert haben.

Auch der Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises wertet Rückmeldungen über seine sozialen Netzwerke und die beteiligten Hilfsorganisationen aus. Nur mit diesen Informationen könnten Schwachstellen erkannt und die Warnsysteme verbessert werden.

Team Medien beobachtet auch soziale Netzwerke

Das Team Medien des Brand- und Katastrophenschutzes bildet bei größeren Einsätzen die Schnittstelle zwischen dem Einsatzgeschehen und der Öffentlichkeit. Es übernimmt die Pressearbeit, betreut Medien vor Ort und informiert die Bevölkerung.

Gleichzeitig beobachtet das Team Beiträge in sozialen Netzwerken. Bilder und Videos können erste Hinweise auf eine Einsatzlage geben. Die Mitarbeiter prüfen aber auch, ob verbreitete Inhalte authentisch sind oder falsche Informationen zeigen.

Der Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Bad Kreuznach sucht auch noch Verstärkung. Bewerbungen gehen an mitmachen@kats-kreis-badkreuznach.de.

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