Der Kulturpreis für Dieter Jerusalem, Investitionen in den Hitzeschutz des Klinikums sowie der Volkstrauertag und die Seniorenweihnachtsfeier waren die Themen der aktuellen Ausgabe von „Neues aus dem Rathaus“. Oberbürgermeister Frank Frühauf ordnete die Bedeutung der Projekte und Veranstaltungen für Idar-Oberstein ein.
Kulturpreis würdigt Lebenswerk von Dieter Jerusalem
Der Kulturpreis der Stadt Idar-Oberstein geht in diesem Jahr an Dieter Jerusalem. Laut Oberbürgermeister Frank Frühauf beschäftigt sich Jerusalem seit mehr als 50 Jahren mit der Geschichte der Stadt und insbesondere mit der Entwicklung der Edelstein- und Schmuckindustrie. Über Jahrzehnte ist eine umfangreiche Sammlung mit rund 500 Leitz-Ordnern entstanden. Die Unterlagen befinden sich inzwischen im Stadtarchiv und dokumentieren einen bedeutenden Teil der Geschichte der örtlichen Edelstein- und Schmuckbranche. Die Sammlung werde bereits von Wissenschaftlern, Forschenden und Angehörigen verschiedener Generationen genutzt, erklärte Frühauf. Das Lebenswerk des Preisträgers bewahre damit nicht nur historische Informationen, sondern mache sie auch weiterer Forschung zugänglich. Für Idar-Oberstein sei dieses Engagement von besonderer Bedeutung. Die Stadt werde seit mehr als 500 Jahren durch Edelsteine und Schmuck geprägt. Jerusalem habe einen großen Beitrag dazu geleistet, diese Geschichte zu dokumentieren und zu erhalten.
Frühauf unterstreicht Bedeutung des Klinikums
Der Oberbürgermeister begrüßt die angekündigte Förderung für Maßnahmen zum Hitzeschutz am Klinikum Idar-Oberstein. Das Krankenhaus sei nicht nur für die Stadt, sondern für die gesamte Nahe-Region ein unverzichtbarer Bestandteil der Daseinsvorsorge. Nach Angaben Frühaufs beschäftigt das Klinikum rund 1.350 Menschen und ist damit der größte Arbeitgeber am Standort. Es verfügt über 18 Fachrichtungen. Jährlich würden dort mehr als 40.000 ambulante sowie mehr als 20.000 stationäre Fälle behandelt. Angesichts voraussichtlich häufigerer und länger anhaltender Hitzeperioden seien Schutzmaßnahmen kein reines Zukunftsthema mehr. Gerade Patientinnen und Patienten könnten durch hohe Temperaturen besonders belastet werden. Je früher entsprechende Maßnahmen umgesetzt würden, desto besser sei dies für die Menschen im Klinikum, so Frühauf.
Gedenken am Ehrenmal Niederau
Die zentrale Veranstaltung der Stadt zum Volkstrauertag findet am Sonntag, 15. November, um 11 Uhr am Ehrenmal Niederau im Stadtteil Oberstein statt. Der Veranstaltungsort wechselt jährlich zwischen den Stadtteilen. Die Gedenkfeier wird gemeinsam mit der Bundeswehr ausgerichtet. Beteiligt sind unter anderem die Artillerieschule, das Blasorchester Oberstein-Weierbach und der VdK-Ortsverein Idar. Geplant sind ein geistliches Wort, eine Ansprache der Bundeswehr sowie eine Kranzniederlegung am Ehrenmal. Der Volkstrauertag erinnert an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Die Veranstaltung ist öffentlich und kann von allen Interessierten besucht werden.
Anmeldung zur Seniorenweihnachtsfeier beginnt
Die Seniorenweihnachtsfeier der Stadt findet am Samstag, 12. Dezember, von 13.45 bis 16.45 Uhr in der Messe Idar-Oberstein statt. Einlass ist ab 13.30 Uhr. Eingeladen sind Bürgerinnen und Bürger aus Idar-Oberstein ab 65 Jahren. Der Eintritt ist kostenlos. Zum Programm gehören die Begrüßung durch den Oberbürgermeister, ein Auftritt des Musikvereins Tiefenstein, eine Cheerleading-Darbietung sowie ein weiterer musikalischer Beitrag. Außerdem werden Kaffee und Kuchen angeboten. Jüngere übernehmen dabei die Bewirtung der Gäste. Die Veranstaltung ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Nach Angaben Frühaufs kamen im vergangenen Jahr mehr als 600 Gäste. Unter ihnen waren auch mehrere Menschen, die bereits 100 Jahre alt waren. Die Anmeldung ist vom 9. bis zum 30. November bei der Messe Idar-Oberstein möglich. Die Anmeldestelle ist montags bis freitags jeweils von 9 bis 12 Uhr erreichbar. Da die Plätze erfahrungsgemäß stark nachgefragt sind, empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung.



