Unerhört – René Gabriel Jung

Geschrieben von Maximilian Wischermann

„Unerhört“ mit Tennisspieler René Gabriel Jung. Der Bad Kreuznacher ist nach mehreren Monaten auf Hawaii für kurze Zeit in seine Heimat zurückgekehrt. Im Gespräch berichtete der Leistungssportler über seinen Werdegang, das Leben in den USA und seine Zukunftspläne im professionellen Tennis.

Leistungssport mit hohem Trainingsaufwand

Mit dem Tennissport begann René bereits im Alter von vier Jahren in Bad Kreuznach, ehe er im Kindesalter vom Tennisverband Rheinland entdeckt und zum Verbandstraining eingeladen wurde. Von diesem Zeitpunkt an hat sich sein Alltag vollständig auf Tennis konzentriert.

Der heute 20-Jährige schilderte den Alltag eines jungen Leistungssportlers als äußerst anspruchsvoll. Rund 25 Stunden Training pro Woche stehen auf dem Programm. Neben Tenniseinheiten gehören auch Fitness, mentales Training und Regeneration zum festen Ablauf. Besonders hob er dabei die Unterstützung seiner Eltern hervor. Ohne die Hilfe bei Fahrten, Organisation und finanziellen Belastungen wäre dieser Weg nie möglich gewesen.

Weg zum Sportstipendium auf Hawaii

Um ein Sportstipendium in den USA zu erhalten, musste sich René zunächst auf nationaler und später auf internationaler Ebene beweisen. Durch gute Ergebnisse bei Junioren-Weltranglistenturnieren sind schließlich Scouts und Agenturen auf ihn aufmerksam geworden.

Heute studiert er an der Hawaii Pacific University mit einem Sportstipendium. Mehrere Colleges hatten Interesse gezeigt, letztlich habe ihn aber das Gesamtpaket auf Hawaii und die Recruitingarbeit überzeugt: Ausschlaggebend seien unter anderem das Klima, die Trainingsbedingungen und das Vertrauen zum Trainer gewesen.

Bei „Unerhört“ verrät der Tennisspieler, dass der Recruiting-Prozess im College-Sport stark leistungsorientiert sei. Bereits kleinere Leistungsschwankungen können dazu führen, dass Universitäten ihr Interesse verlieren.

Leben auf Hawaii unterscheidet sich deutlich vom Urlaubstraum

Das Leben auf Hawaii unterscheide sich dabei deutlich von den typischen Urlaubsvorstellungen vieler Menschen. Als größte Umstellung bezeichnete René Gabriel Jung das Leben fernab von Familie und Freunden. Viele alltägliche Aufgaben müsse er nun eigenständig bewältigen. Gleichzeitig vermisse er die Ruhe, Natur und frische Luft aus seiner Heimatregion rund um Bad Münster am Stein-Ebernburg.

Ziele im Profitennis

René Gabriel-Jung verfolgt weiterhin das Ziel, professioneller Tennisspieler zu werden. In den kommenden fünf Jahren möchte er sich unter den besten 500 Spielern der Weltrangliste etablieren. Langfristig wolle er seinen Lebensunterhalt mit dem Tennissport verdienen.

Als sportliche Vorbilder nannte er die beiden Tennis-Superstars Carlos Alcaraz und Roger Federer.

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