Im Nahe-Dran-Radiotalk waren Simone Bopp, Geschäftsführerin der Landesvereinigung für ländliche Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz (LEB), und Marcel Boy, Kreisvorsitzender der Landfrauen im Landkreis Bad Kreuznach, zu Gast. Im Mittelpunkt standen die Aufgaben der LEB, die Arbeit der Landfrauen sowie aktuelle Bildungsangebote im ländlichen Raum.
Landesvereinigung für ländliche Erwachsenenbildung
Die Landesvereinigung für ländliche Erwachsenenbildung ist eine staatlich anerkannte Landesorganisation für Weiterbildung in Rheinland-Pfalz. Als Landesorganisation erhält die LEB Fördermittel des Landes. Sie arbeitet als Verwaltungsspitze, Interessenvertretung und Programmanbieterin für die ländliche Erwachsenenbildung.
Das Themenspektrum reicht von landwirtschaftlichen Schulungen über gesellschaftliche Bildung bis hin zu digitalen Angeboten. Fachkurse für Landwirte, Ernährungs- und Hauswirtschaftsprogramme sowie Seminare zu Demokratie und Ehrenamt sind Teil des Portfolios. Gegründet wurde die Einrichtung bereits im Jahr 1951 auf der Ebernburg als Bildungsstätte zur Förderung der Landjugend.
Die LEB vereint insgesamt elf Mitgliedsverbände. Dazu gehören unter anderem die drei Landfrauenverbände in Rheinland-Pfalz, Bauern- und Winzerverbände, die Landwirtschaftskammer, die DEULA, die Kultur- und Weinbotschafter sowie die Landjugend. Eine Gesamtzahl aller Mitglieder lasse sich kaum beziffern, da die einzelnen Verbände selbst über zahlreiche Mitglieder verfügen.
Weiterbildung für den ländlichen Raum
Die LEB entwickelt regelmäßig landesweite Bildungsprojekte zu gesellschaftlich relevanten Themen. Diese werden zunächst als Projekt umgesetzt und anschließend dauerhaft in das Bildungsangebot übernommen.
Die Veranstaltungen sind bewusst niedrigschwellig gestaltet. Sie richten sich an alle Interessierten, setzen keine Vorkenntnisse voraus und sind in der Regel kostenfrei. Ziel ist es, Bildung verständlich, professionell und abwechslungsreich zu vermitteln.
Landfrauen setzen auf Bildung und Gemeinschaft
Bundesweit sind die Landfrauen mit rund 450.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung für Frauen und Familien im ländlichen Raum. Im Landkreis Bad Kreuznach engagieren sich rund 2.000 Mitglieder in insgesamt 29 Ortsverbänden.
Neben den Bildungsangeboten der LEB organisieren die Landfrauen zahlreiche eigene Veranstaltungen. Die enge Zusammenarbeit mit der LEB ermöglicht es, Fördermittel zu erhalten und dadurch viele Angebote kostenfrei oder kostengünstig anzubieten.
Im Mittelpunkt stehen Bildung, Gemeinschaft und das Gemeinwohl in den Dörfern. Die Veranstaltungen dienen nicht nur der Wissensvermittlung, sondern auch dem persönlichen Austausch und dem sozialen Miteinander.
Vielfältiges Veranstaltungsangebot
Die Landfrauen bieten ein breites Programm an. Neben politischer Bildung gehören gemeinschaftliche Veranstaltungen ebenso dazu. Geplant sind unter anderem Besuche der Gedenkstätte KZ Osthofen sowie Tanzabende und Cocktailveranstaltungen.
Die Wurzeln der Landfrauen liegen ursprünglich in der Landwirtschaft. Ziel war es damals, Frauen neben ihrer Arbeit auf den landwirtschaftlichen Betrieben Bildungsangebote und Möglichkeiten zum gesellschaftlichen Austausch zu bieten. Dieses Grundprinzip prägt die Arbeit bis heute.
Theaterprojekt in Burgsponheim
Ein aktuelles Projekt der Landesvereinigung für ländliche Erwachsenenbildung ist die Aufführung des chawwerusch-Theaterstücks „Etwas im Busch – Eine paradiesische Gartenlesung“ in Burgsponheim. Das Stück beschäftigt sich mit den Themen Klima, Garten und Artenvielfalt und verbindet Puppenspiel mit Schauspiel.



