Unerhört: Theresa Pekrul

Geschrieben von Maximilian Wischermann

Theresa Pekrul aus Münster-Sarmsheim gehört zu den erfolgreichsten Kickboxerinnen des Landes. Die Athletin des Sportclubs Rhein-Nahe trainiert in normalen Trainingsphasen bis zu sechs Mal pro Woche. In der Vorbereitung auf große internationale Wettbewerbe wie Europa- oder Weltmeisterschaften erhöht sie ihr Pensum auf bis zu zwei Trainingseinheiten täglich.

Vier World-Cup-Titel beim Turnier in Antalya

Theresa Pekrul hat beim Turkish World Cup der WAKO im türkischen Antalya gleich vier Worldcup-Titel gewonnen. Das Turnier zählt zu den größten und stärksten Kickbox-Wettbewerben weltweit. Die Münster-Sarmsheimerin überzeugte dabei in mehreren Disziplinen und Gewichtsklassen. Im Pointfight bis 55 Kilogramm gewann sie Gold nach Erfolgen gegen Gegnerinnen aus der Türkei, Guatemala und Kroatien. Anschließend setzte sie sich auch in der Eliteklasse bis 60 Kilogramm für das deutsche Nationalteam durch und holte ihren zweiten Titel des Tages.

Am Folgetag gewann die Athletin aus Rheinland-Pfalz zusätzlich die Konkurrenz im Lightcontact bis 55 Kilogramm. Zum Abschluss folgte schließlich der vierte Worldcup-Sieg im Lightcontact bis 60 Kilogramm nach einem intensiven Finale gegen eine starke Gegnerin aus der Türkei. Insgesamt absolvierte sie zwölf Kämpfe und blieb dabei ungeschlagen.

Vater und Trainer als wichtiger Erfolgsfaktor

Eine zentrale Rolle in ihrer sportlichen Laufbahn spielt ihr Vater, Dirk Pekrul, der sie als Trainer seit vielen Jahren begleitet. Er unterstützt sie sowohl bei der Vorbereitung als auch während der Wettkämpfe und steht ihr sportlich und mental zur Seite. Gemeinsam bilden sie ein eingespieltes Team, das die Erfolge und Herausforderungen des Leistungssports miteinander erlebt.

Disziplin und tägliches Training

Hinter den sportlichen Erfolgen steht ein hoher Trainingsaufwand. Neben den festen Einheiten beim Sportclub Rhein-Nahe trainiert Theresa Pekrul regelmäßig eigenständig, mit Trainingspartnern oder in anderen Vereinen. Ergänzt wird das Programm durch Lauf- und Konditionseinheiten.

Für die Kickboxerin ist Disziplin der entscheidende Schlüssel zum Erfolg. Niederlagen betrachtet sie als Lernprozess. Verlorene Kämpfe werden analysiert, um Fehler zu erkennen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Zu den Höhepunkten ihrer bisherigen Karriere zählen neben den vier World-Cup-Titeln auch der Gewinn eines Europameistertitels sowie eines Vize-Europameistertitels im vergangenen Jahr. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr außerdem ein Sieg gegen die amtierende Weltmeisterin der Erwachsenen bei einem internationalen Turnier in Thailand.

Kickboxen als Schule für Selbstvertrauen und Respekt

Seit ihrer Kindheit trainiert Theresa Pekrul beim Sportclub Rhein-Nahe. Der Verein bietet neben Kickboxen zahlreiche weitere Sportangebote an und legt großen Wert auf Gemeinschaft, Respekt und persönliche Entwicklung.

Nach ihrer Einschätzung vermittelt Kickboxen weit mehr als sportliche Techniken. Der Sport fördert Disziplin, Selbstvertrauen, Teamgeist und gegenseitigen Respekt. Zudem spielt die Nachwuchsarbeit im Verein eine wichtige Rolle, wobei erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler jungen Talenten als Vorbilder dienen.

Blick auf die nächsten großen Ziele

Für die kommenden Jahre hat sich Theresa Pekrul weitere ehrgeizige Ziele gesetzt. Zunächst möchte sie bei den Erwachsenen-Klassen an ihre bisherigen Erfolge anknüpfen und sich international etablieren. Langfristig strebt sie die Teilnahme an den World Games 2029 an.

Da internationale Wettkämpfe mit hohen Reise- und Teilnahmegebühren verbunden sind, hoffen die Sportlerin und ihr Verein auf zusätzliche Sponsoren, die ihren weiteren Weg unterstützen.

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