William Turner Route bringt Rheinromantik nach Rüdesheim

Geschrieben von Lena Winterfeld

Neue Bronzeplatten auf William Turner Route

Am Koblenzer Rheinufer und in Rüdesheim glänzen neue Bronzeplatten. Sie erweitern die William Turner Route, die den berühmten Maler an seine Rheinreisen erinnert. Mit ihr wird die Rheinromantik erlebbar.

Neue Standorte am Rhein

Am 2. September 2025 feierten Koblenz und Rüdesheim den Zuwachs der Route. Zwei Platten markieren nun Turners Blickwinkel am Rheinufer in Koblenz. Eine weitere kommt im Herbst auf dem Wirtschaftsweg bei der Ruine Ehrenfels in Rüdesheim hinzu. Damit wächst die Zahl der Standorte auf 22. Am Ende sollen es 26 sein.

Die Platten sind rund, mit Fußabdrücken versehen und zeigen so die Richtung, in die Turner damals blickte. Ein QR-Code führt direkt auf die Projektseite www.turner-route.de. Dort gibt es Gemälde, Karten und Infos zu Turners Reisen.

Feierliche Übergabe in Koblenz

Die Einweihung am Koblenzer Rheinufer lockte zahlreiche Gäste. Zweckverbandsvorsteher Volker Boch und Staatssekretärin Simone Schneider übergaben die Schenkungsurkunde an Oberbürgermeister David Langner. Zum Abschluss ging es gemeinsam ins Mittelrhein-Museum. Dort läuft noch bis 7. September die Ausstellung „Too beautiful! Der englische Blick auf den Rhein“.

„Im Mittelrheintal geht es stetig voran, gerade auch im Hinblick auf die BUGA 2029. Die William Turner Route ist dabei ein wichtiger Baustein für die Entwicklung der Welterbe-Region und eine wunderbare Initiative, die wir sehr gerne mit Landesmitteln unterstützen.“

Turners Blick bleibt aktuell

Turners Aquarelle gelten als Höhepunkte der Rheinromantik. Sie zeigen den Fluss mit Burgen, steilen Weinbergen und rauer Natur. Genau das zieht auch heute noch Besucher an.

„Wir dürfen dankbar sein für die faszinierenden Aquarelle, die Turner geschaffen hat. Sie stehen für besondere Momente der europäischen Kulturgeschichte. Mit der William Turner Route leisten wir unseren Beitrag, diese Kunstwerke vor Ort, außerhalb der großen Museen dieser Welt, erlebbar zu machen.“

Die Rheinromantik lockte schon im 19. Jahrhundert Reisende aus aller Welt. Mit der Turner-Route lässt sich diese Zeit nun wiederentdecken. Broschüren in Deutsch und Englisch liegen in den Tourist-Infos und Museen der Region aus. Bis 2026 sollen alle geplanten Standorte markiert sein.